(Al-Jazirah, VHE)

Mit der Auflösung der direkten Kontrolle des Militärischen Mandats in der Straße von Nerica wurden die meisten der betroffenen Inseln den Provinzen des futunischen Kernreichs zugeordnet. Als Kompromiss sind die Inseln ganz im Westen jedoch als eigenständiger Bund lokaler muslimischer Stammesfürsten als Protektorat entlassen worden. Während sich die futunische Präsenz auf militärische Abschirmung beschränkt, lockt der neue Staat durch seine Erdgasförderung in der Straße, Luxustourismus für betuchte Besucher, Glücksspiel und Steuerlockerungen.

Von seinen islamischen Nachbarn sucht sich der Bund der Fürsten vor allem durch Stabilität, Neutralität und Wohlstand abzuheben. Die tropische Inselgruppe soll durch rigorose Kontrolle vor Flüchtlingen und Immigranten bewahrt werden, so dass deren Natur den Einheimischen und Touristen vorenthalten bleibt. Lediglich unverheiratete Leiharbeiter sind als Hilfskräfte teilweise willkommen, auch wenn deren Entscheidungsfreiheit auf die Beschäftigungsorte begrenzt bleibt.

Die erwartbare Zurückhaltung und Moderation war auch wesentliche Voraussetzung für die futunische Duldung der Entität. Nur die Zeit wird zeigen, ob der Bund von Stammesfürsten und die Praktiken in eine echte Nation münden oder alles zum gescheiterten Experiment wird.

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