San Pedro, Status Valsantinus. Am Vorabend der Heiligen Nacht hat das Presseamt des Heiligen Stuhls einen Hirtenbrief des Papstes veröffentlicht, mit dem dieser sich aus Anlass des Hochfestes der Geburt des Herrn „an die Stadt [San Pedro] und den Erdkreis“ wendet.
Papst Silvester IV., Bischof von Valsanto (San Pedro) und Vaticano (Rem), Nachfolger der Apostelfürsten, Pontifex Maximus der katholischen Weltkirche, Fürst des Status Valsantinus, Patriarch des Abend- wie des Morgenlandes, Diener der Diener Gottes, wendet sich mit folgenden Worten an die Menschen guten Willens in aller Welt:
„Als aber die Güte und Menschenfreundlichkeit Gottes, unseres Retters, erschien, hat er uns gerettet – nicht aufgrund von Werken der Gerechtigkeit, die wir vollbracht haben, sondern nach seinem Erbarmen – durch das Bad der Wiedergeburt und die Erneuerung im Heiligen Geist.“ (Titus 3, 4+5)
Mit diesen Worten des Unseres ersten Vorgängers, des Apostelfürsten Paulus, welcher dieser an seinen Schüler Titus richtete, grüßen Wir die Uns anvertrauten Söhne und Töchter in Christus in den Städten der Kathedra der Apostelfürsten wie auch dem Erdkreis zu diesem heiligen Weihnachtsfest, an dem wir das große Mysterium der Menschwerdung Gottes feiern.
In dieser hochheiligen Nacht blicken wir auf das Kind in der Krippe, in dem sich das Wort Gottes unter uns niedergelassen hat. Es ist ein Geheimnis der Stille, das doch lauter spricht als das Getöse der Welt. Christus ist uns nicht als ferner Gott erschienen, sondern als der „Fürst des Friedens“, der die wahre Hierarchie zwischen Himmel und Erde wiederherstellt.
Verweilt der Blick in dieser Heiligen Nacht auf der Krippe, so schaut er nicht nur ein Bild der Sanftmut, sondern das Erscheinen der wahren, gottgewollten Ordnung in einer gefallenen Welt. Christus kommt als der wahre König, dessen Herrschaft nicht von dieser Welt ist, der aber doch jedes irdische Regiment zum Dienst an der Wahrheit aufruft.
Wir mahnen die Gläubigen, die christliche Tugend der Beständigkeit zu pflegen. In einer Zeit, die oft das Neue nur um des Neuen willen sucht, erinnert uns die Geburt Christi daran, dass die Wahrheit zeitlos ist. Wahre Freiheit liegt nicht in der Willkür, sondern in der freiwilligen Bindung an das Gute und Rechte.
Das Weihnachtsfest erinnet uns an die Tugenden, die das Fundament eines christlichen Gemeinwesens bilden: Gehorsam, Opferbereitschaft und die treue Erfüllung der Pflicht, an jenen Ort, an den die Vorsehung uns gestellt hat. Wie die heilige Gottesmusster Maria die Offenbahrung des Herrn gehorsam annahm, wie der heilige Josef schweigend und wachsam die Heilige Familie behütete, so sind auch die Gläubigen aufgerufen, im Dienst für das Gemeinwohl und im Schutz der Schwachen ihre christliche Ritterschaft zu beweisen. Wahre Stärke findet ihre Vollendung allein in der Bindung an das Gesetz Gottes.
Unser Gebet gilt in dieser Nacht besonders jenen, die fern von ihren Familien Wache halten. Ihr Dienst am Nächsten ist ein Abglanz jener Wachsamkeit, mit der die Hirten auf den Feldern von Betlehem das Heil erwarteten. Möge der Herr ihren Arm stärken und ihre Herzen mit seiner Gnade erfüllen.
Unser Gebet gilt aber vor allem auch denen, welche diese besonderen Stunden in Einsamkeit erleben müssen. Mögen sie unter den Dächern der Kirche unseres Herrn immerzu eine Zuflucht finden, auch wenn der Platz knapp sein mag. Und mögen sie alsbald – wie der fleischgewordene Gott – eine Familie nicht nur im Geiste, sondern auch auf Erden finden.
In einer Zeit, in der Unruhe die Völker ergreift, leuchtet der Stern von Betlehem als Zeichen der Einheit. Es ist Unser innigster Wunsch, dass das Band des Friedens, welches die Glieder der einen, heiligen, katholischen und apostolischen Kirche umschlingt, fester werde. In der Verschiedenheit unserer Riten und Traditionen, erkennen wir die eine Wahrheit:
“Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt und wir haben seine Herrlichkeit geschaut, die Herrlichkeit des einzigen Sohnes vom Vater, voll Gnade und Wahrheit.” (Johannes 1, 14).
Es ist diese Wahrheit, die uns befreit von der Finsternis. Möge das Licht der Menschwerdung jene Schatten vertreiben, die durch Zwietracht und Neuerungssucht entstanden. Und möge das Licht auch jene erreichen, die sich bisher außerhalb der Kirche befinden.
Ergreifen wir die Hoffnung dieser Nacht der Gnade, in der sich die Fleischwerdung des Herrn wiederholt, und tragen wir sie mutig in das kommende Jahr.
Allen Menschen seines Wohlgefallens entbieten Wir neben dem Wunsch für gesegnete und gnadenreiche Weihnachten Unseren väterlichen Gruß und den apostolischen Segen.
SILVESTER PP. IV.
Der Katholische Rundfunk der Weltkirche (Radiotelevisión Católica de la Iglesia Universal – RTCUI), San Pedro in Valsanto bietet eine Übersetzung dieser Weihnachtsbotschaft in viele Sprachen der Welt an.
