Düssbach (NNN) – Die Konföderationsversammlung hat heute Abend mit 16 Ja-Stimmen, 2 Enthaltungen und 12 Nein-Stimmen für das sogenannte Amnestiegesetz gestimmt. Nach diesem Gesetz werden alle Unterstützer des sogenannten Juniputsches von 2009 amnestiert und dürfen wieder öffentliche Ämter bekleiden, wenn sie eine Deklaration unterschreiben, in der sie sich entschuldigen und der Gewalt abschwören.

Von dem Gesetz betroffen ist vor allen die im priedgallischen Exil lebende ehemalige Landesvorsitzende des südlichen Bundeslandes Badonien Sophia von Badenburg. Die von ihrer Cousine Cordula von Badenburg geführte konservatische Christdemokratische Partei Nordaniens hatte den Antrag eingebracht. Überraschend wurde der Antrag auch von den Kommunisten und der Nordanischen Linkspartei von Ministerpräsident Jackie Lee unterstützt. Auch Lee wurde eine Verwicklung in den Juniputsch gegen die Regierung Sternberger vorgeworfen, aber diese konnte nie nachgewiesen werden. Funktionäre der panchinopischen kommunistischen Organisation Freies Netherjuana sowie antichinopische Milizen der sogenannten Freedom Front fallen ebenfalls unter die Amnestieregelung. In der badonische Universitätsstadt Nordania kam es an frühen Abend zu Protesten gegen das Gesetz, denn die damalige badonische Führung unter Sophia von Badenburg hatte letztes Jahr auf eine studentische Protestdemonstration schiessen lassen.

Ob sich hier eine neue Achse aus dem konservativen Badonien und der von Lee geführten linken Konföderationsregierung abzeichnet, muss abgewartet werden. Liberale, Demokraten und der redlche Landesvorsitzende von Greenland Siggi Alobe werden dieser Allianz nicht wohlgesonnen gegenüber stehen. Mit der Rückkehr von Sophia von Badenburg aus Priedgallen wird noch heute Nacht gerechnet.