Von Celia Moreau, Senior Political Columnist, APR
Veröffentlicht am 18. Juli 2025
Die politische Saison 2025 hat offiziell begonnen – mit zwei Ankündigungen, die kaum unterschiedlicher sein könnten. Auf der einen Seite Senator Muracio Scriptatore aus Alcantara, ein pragmatischer Republikaner der Patriotic Action-Strömung, mit dem politischen Erbe seines Bruders Alricio Scriptatore im Rücken. Auf der anderen Seite der charismatische frühere Legat von Serena, Javier Rodriguez, Hedgehog Democrat, der seine Kandidatur für die demokratische Nominierung ausgerufen hat.
Zwischen diesen beiden Kandidaten stehen nicht nur zwei Parteien – es stehen zwei sehr unterschiedliche Deutungen dessen, was Astor nach Tamara Arroyo braucht.
Das Erbe Arroyo: Mehr Staat, mehr Verantwortung – aber wieviel ist zuviel?
Tamara Arroyo, eine Präsidentin aus der Squirrel Democrat-Strömung, hat die politische Landschaft verändert. Sie hat den Staat als strategischen Partner gestärkt – mit Gesundheitsfonds, Bildungsinitiativen und einem diplomatischen Stil, der von Gesprächsbereitschaft und internationalem Multilateralismus geprägt war.
Sie ist weder radikal noch revolutionär vorgegangen – aber sie hat das Zentrum der politischen Verantwortung stärker in den Bund verlagert. Das war in den Augen vieler notwendig. Doch für andere auch: zu viel, zu schnell, zu zentral.
Rodriguez: Eine Vision der sozialen Absicherung – aber mit klaren moralischen Linien
Javier Rodriguez tritt an mit der Agenda eines modernen Sozialstaats: Er will die Grundprinzipien von Arroyos Politik fortsetzen, aber mit stärkerer Betonung auf sozialer Gerechtigkeit, kultureller Liberalität und einer Moralpolitik, die klare Haltungen einfordert – etwa beim Zugang zu reproduktiven Rechten, Gleichstellung oder Klimaschutz.
Rodriguez hat Charisma, Erfahrung und kann auf ein beeindruckendes Netzwerk in Serena und im Westen des Landes bauen. Aber seine Nähe zur Hedgehog-Strömung bedeutet auch: Er wird nicht ohne innerparteiliche Konflikte kandidieren. Denn während seine Agenda für viele junge Wähler:innen attraktiv ist, gibt es in der Partei – insbesondere im mittleren Westen – Skepsis gegenüber der moralischen Tonlage, die er zuweilen anschlägt.
Er wird in der Debatte um den Federal Health Act eine Schlüsselrolle einnehmen – als Fürsprecher eines durchsetzungsfähigen Bundesstaates. Damit stellt er sich explizit gegen Föderalismuskonservative – und auch gegen mögliche republikanische Wähler in Swing-States.
Scriptatore: Der Architekt des Gegenmodells
Muracio Scriptatore, auf den ersten Blick ein Konservativer alter Schule, ist politisch zu raffiniert für einfache Schablonen. Er grenzt sich von seinem Bruder Alricio ab – nicht in der Sache, aber im Ton. Muracio ist kein RINO, wie viele Patrioten seinen Bruder nannten. Aber er ist auch kein Kulturkrieger.
Er lehnt Arroyos Gesundheitspolitik ab, unterstützt jedoch die Bildungsreform – mit dem Zusatz, dass die Bundesstaaten ein Veto in der Zieldefinition behalten müssen. Er bekennt sich zum traditionellen Ehebegriff, erkennt aber homosexuelle Partnerschaften als Lebensrealitäten an. Für seine Strömung ist das fast revolutionär – für progressive Wähler bleibt es fraglich.
Außenpolitisch könnte Scriptatore auf eine Neuausrichtung setzen: weniger globale Rollendefinition, mehr nationale Resilienz. Es ist absehbar, dass er sich bei Themen wie Abrüstung, Energieunabhängigkeit und technologische Souveränität positionieren wird – ohne das multilaterale Fundament ganz zu verlassen.
Zwei Richtungen – und eine große Frage
Rodriguez will die Astorian Promise neu aufladen – sozialer, gerechter, progressiver. Scriptatore will das astorische Gleichgewicht wiederherstellen – mit weniger Vorgaben aus D.C. und mehr Rückbesinnung auf föderale Stärke.
Beide bringen Präsidiales mit. Beide können Menschen erreichen. Doch der Wahlkampf wird nicht nur an Programmen entschieden. Er wird auch zur Frage: Wem traut das Land nach zwei Amtszeiten Arroyo zu, den Staat wieder zu justieren – nicht zu zerstören, aber zu reformieren?
Chancen auf den Sieg?
Rodriguez hat gute Chancen, in der Demokratischen Partei breite Unterstützung zu finden – besonders, wenn kein progressiver Superstar in letzter Minute dazustößt. Seine Herausforderung liegt im Mittelfeld – bei den Squirrels, Montana Democrats und skeptischen Independent Voters.
Scriptatore könnte die Republikaner erstmals wieder vereinen – konservativ genug für die Palecons, aber nicht toxisch für die Forward Republicans. Wenn er moderat genug bleibt, ohne seine Basis zu verlieren, ist er in Christiania, Roanoke oder Serena wählbar.
Fazit: Maß oder Mission
Wird die zweite Hälfte 2025 das Jahr der sozialen Neujustierung oder der föderalen Selbstbehauptung?
Wird das Land einen Kandidaten wählen, der Vertrauen durch Moralpolitik zurückholen will – oder einen, der Stabilität durch Zurückhaltung verspricht?
Noch ist alles offen. Aber das Rennen hat begonnen.