In der Hauptstadt Hadiqa haben am Donnerstag die mit Spannung erwarteten Gerichtsverfahren gegen hunderte mutmaßliche Putschisten begonnen. Die Prozesse finden in einem stark gesicherten Gerichtsgebäude am Rande des Regierungsviertels der Metropole statt und richten sich gegen Personen, die im Zusammenhang mit dem versuchten Staatssturz im Jahr 2024 stehen sollen. Die Staatsanwaltschaft wirft den Beschuldigten vor, während des Putschversuchs mehrere Militärverbände mobilisiert und den Marsch auf die Hauptstadt vorbereitet zu haben.
Die Regierung von Staatspräsident Ajam verteidigte die Verfahren als notwendigen Schritt zur Sicherung der staatlichen Ordnung. Internationale Beobachter berichten hingegen, dass der Zugang zu den Verhandlungen für Journalisten stark eingeschränkt ist und die Verteidigungsrechte der Angeklagten prozessual begrenzt seien.
Menschenrechtsorganisationen äußerten erneut Kritik an der politischen Justiz des Landes und forderten transparente Verfahren. Die zedarische Regierung weist diese Vorwürfe zurück und bezeichnet die Prozesse als reguläre Strafverfahren gegen militärische Aufständische. Politische Analysten sehen in den Verfahren einen wichtigen Test für die Stabilität des zedarischen Staates nach den inneren Konflikten der vergangenen Jahre.
