Die naugardische Regierung hat heute erstmals offiziell Stellung zum Besuch von Marschall Alrun Amalbalde in Nordhanar genommen. In einer kurzen Erklärung betonte das Außenministerium, man „nehme den Besuch zur Kenntnis“ und vertraue darauf, dass Nordhanar seine Gespräche „im Rahmen seiner demokratischen Verpflichtungen“ führe. Naugard werde die Entwicklungen „aufmerksam verfolgen“ und bleibe im engen Austausch mit seinen internationalen Partnern.
Auf der anschließenden Pressekonferenz sorgte eine Frage eines Journalisten aus Wakonda für besondere Aufmerksamkeit. Er wollte wissen, ob die Regierung befürchte, ein demokratischer Staat könne zur Bühne einer autoritären Führung werden – und ob der Besuch ein Risiko für die regionale oder internationale Stabilität darstelle.
Der Außenminister zeigte sich betont gelassen, aber nicht unkritisch:
„Nordhanar ist ein souveräner Staat und entscheidet selbst über die Personen, die es empfängt. Wir bewerten den Besuch nicht als Einmischung, sondern im Kontext unserer gemeinsamen Werte“, sagte er. Gleichzeitig warnte er indirekt vor der Bildwirkung solcher Treffen: „Ein demokratischer Staat sollte sich bewusst sein, wie autoritäre Akteure öffentliche Bilder nutzen können. Ich vertraue darauf, dass Nordhanar hierfür ein gutes Gespür hat.“
Zur sicherheitspolitischen Dimension erklärte der Minister, es gebe derzeit „kein akutes Risiko“. Irkanien verfolge jedoch eine „eigene, sehr bestimmte sicherheitspolitische Doktrin“, weshalb Naugard die Lage weiter genau beobachte. „Stabilität entsteht durch Transparenz – und genau darauf setzen wir.“
Mit dieser Linie signalisiert die Regierung Distanz ohne diplomatische Konfrontation, während die Öffentlichkeit und mehrere Oppositionsparteien bereits eine kritischere Auseinandersetzung mit Irkaniens Rolle in der Region fordern.