Vinasy. Mit einer feierlichen Zeremonie in der Kathedrale des Heiligen Sava ist Nikodim III. offiziell als neuer Patriarch der Vesteranisch-Orthodoxen Kirche in sein Amt eingeführt worden. Der 91-jährige Geistliche übernimmt die Leitung der autokephalen Kirche als Nachfolger des im Oktober vergangenen Jahres verstorbenen Patriarchen Lazar.
An der Inthronisation nahmen zahlreiche Metropoliten und Bischöfe des Heiligen Synods sowie Vertreter aus Politik, Gesellschaft und den orthodoxen Schwesterkirchen teil. Während des Gottesdienstes wurden dem neuen Patriarchen die Insignien seines Amtes – darunter das Patriarchenkreuz, die Panagia und der Hirtenstab – überreicht. Die versammelte Geistlichkeit und die Gläubigen bekräftigten die Wahl traditionell mit dem Ruf „Axios!“ („Würdig ist er!“).
Der Heilige Synod hatte Nikodim III., zuvor Metropolit und Erzbischof von Prašovo, nach mehrmonatiger Sedisvakanz zum neuen Oberhaupt der Kirche gewählt. Die Vesteranisch-Orthodoxe Kirche zählt rund 35 Millionen Gläubige und gehört zu den bedeutendsten Glaubensgemeinschaften Severaniens.
In seiner ersten Ansprache als Patriarch rief Nikodim III. zu Einheit, geistlicher Erneuerung und der Bewahrung des christlichen Erbes auf. Beobachter erwarten, dass er den von seinem Vorgänger eingeschlagenen Kurs einer traditionsbewussten Kirchenführung fortsetzen wird.
Mit der Inthronisation endet zugleich die Trauerzeit nach dem Tod Patriarch Lazars und beginnt ein neues Kapitel in der Geschichte des Patriarchats von Vinasy.
