{"id":5435,"date":"2013-02-07T23:11:23","date_gmt":"2013-02-07T21:11:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.mn-nachrichten.de\/?p=5435"},"modified":"2013-02-07T23:11:23","modified_gmt":"2013-02-07T21:11:23","slug":"senatswahl-in-bergen-freud-und-leid-nah-beieinander","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.mn-nachrichten.de\/?p=5435","title":{"rendered":"Senatswahl in Bergen &#8211; Freud und Leid nah beieinander"},"content":{"rendered":"<p>Die Wahl des 225. Senats der Republik Bergen hat einen Umbruch in Bergen gebracht: Die Sozialliberale Partei unter Sebastian K\u00f6nigskamp und Susanne Koch-Runge ist noch weiter abgest\u00fcrzt. Nachdem die absolute Mehrheit, die im 223. Senat bestand, im 224. Senat zu neige ging und die SLP als Junior-Partner mit der UBK koalieren sollte, ist die SLP zur schw\u00e4chsten Partei im nun Vier-Parteien-Senat geworden.<!--more-->Sie erhielt nur 22,72% der Stimmen. SLP-Generalsekret\u00e4r LeCor\u00e9 sah das Ergebnis teilweise als ungerecht, teilweise selbstkritisch: &#8222;Dieses Ergebnis macht uns f\u00fcr eine Regierung verantwortlich, die durch die UBK gef\u00fchrt wurde, was wir nicht zu verantworten haben. (&#8230;) Wir m\u00fcssen an uns arbeiten, aktiv.&#8220; Sogar die unter Politikern sehr unbeliebte LABOUR erhielt 20.000 Stimmen mehr als die SLP. Sie kommt auf 22,87% der Stimmen. Der LABOUR-Senator Hermann Jones: &#8222;Wir danken f\u00fcr das Vertrauen und werden jetzt ackern, um es zu rechtfertigen. Dennoch, heute ist das Ende einer \u00c4ra.&#8220; Zur St\u00e4rke der LABOUR bezieht auch LeCor\u00e9 Stellung: &#8222;Noch schlimmer als die heutige heftige Niederlage ist f\u00fcr mich, dass eine uns\u00e4gliche, und in meinen Augen undemokratische Vereinigung, die im letzten Senat gezeigt hat, dass sie keine einzige Stimme verdient, noch vor uns steht.&#8220;<\/p>\n<p>Doch die gr\u00f6\u00dften Sieger sind die neuen Parteien: Die N\u00d6PB erhielt 24,84% und wurde damit zweitgr\u00f6\u00dfte Fraktion im Senat. Dies wurde mit vielen Auto-Korsos gefeiert. Doch eine neue Partei hat das Meiste in Bergen ver\u00e4ndert: Die j\u00fcngste bergische Partei, die Sozialdemokratische Partei der Erneuerung, hatte die Sozialdemokratie wiederauferstehen lassen. Das B\u00fcndnis aus der\u00a0<em>spe<\/em> und der SPB Noranda kommt auf 27,42% und wird damit die gr\u00f6\u00dfte Fraktion im 225. Senat stellen. Der <em>spe<\/em>\/SPB-Spitzenkandidat Andreas Blumbach sagt: &#8222;Heute ist ein Tag, an dem Geschichte geschrieben wird. Wer meinte, Sozialdemokratie sei ausgestorben, der hat eben erlebt, dass 4 Millionen Mitb\u00fcrgerinnen und Mitb\u00fcrger der Sozialdemokratie ihr Vertrauen ausgesprochen haben.&#8220; Er f\u00fcgte versprechend hinzu: &#8222;Wir alle haben Unm\u00f6gliches m\u00f6glich gemacht und haben Bergen zum Wechsel gef\u00fchrt.&#8220; Der SPB Noranda-Vorsitzende Harald Schmied sieht die Verantwortung bei sich: &#8222;Es wird jetzt an uns liegen, das in uns gesetzte Vertrauen zu rechtfertigen.&#8220;<\/p>\n<p>Dass der Wechsel nun bei dem sozialdemokratischen B\u00fcndnis liegt, wird an der Sitzverteilung im 225. Senat sichtbar. Die SLP kommt auf 52 Sitze, die LABOUR auf 53 Sitze, die N\u00d6PB auf 57 Sitze und <em>spe<\/em>\/SPB auf 63 Sitze. Daraus folgt, dass Zwei-Parteien-Koalitionen nur mit den Sozialdemokraten die Mehrheit im Senat haben k\u00f6nnen. Dementsprechend wird sehr genau auf die Genossen geguckt. LABOUR-Politiker Jones sagt: &#8222;Soweit ich es sehe, ist jetzt die Sozialdemokratie am Dr\u00fccker.&#8220; Diese scheint sich aber nicht zu dr\u00fccken. Es wurden Sondierungsgespr\u00e4che mit SLP und N\u00d6PB begonnen. Aus internen Quellen erf\u00e4hrt man, dass aber sehr vieles auf eine Koalition von\u00a0<em>spe<\/em>\/SPB und N\u00d6PB deutet. Trotzdem sagt Blumbach: &#8222;Alle demokratischen Parteien sind willkommen, und erst wenn wir uns f\u00fcr einen Partner entschieden haben, haben wir uns entschieden.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Wahl des 225. Senats der Republik Bergen hat einen Umbruch in Bergen gebracht: Die Sozialliberale Partei unter Sebastian K\u00f6nigskamp und Susanne Koch-Runge ist noch weiter abgest\u00fcrzt. Nachdem die absolute Mehrheit, die im 223. Senat bestand, im 224. 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