{"id":3744,"date":"2011-01-18T13:20:52","date_gmt":"2011-01-18T11:20:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.mn-nachrichten.de\/?p=3744"},"modified":"2011-01-29T12:26:40","modified_gmt":"2011-01-29T10:26:40","slug":"korland-konflikt-mit-ussrat-rundfunkansprache-des-ministers-dr-gogarten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.mn-nachrichten.de\/?p=3744","title":{"rendered":"[Korland] Konflikt mit USSRAT: Rundfunkansprache des Ministers Dr. Gogarten"},"content":{"rendered":"<p>Meine sehr verehrten Damen und Herren,<\/p>\n<p>die Lage ist ernst geworden. Nachdem sich die Regierung infolge handfester Hinweise auf Spionaget\u00e4tigkeiten der USSRAT in Korland sowie entsprechende nennenswerte Kontakte korischer Linksfunktion\u00e4re zu solchen Spionen und au\u00dferdem Streik- und Sabotagepl\u00e4ne gen\u00f6tigt sah, eine umfassende Durchsuchungs- und Verhaftungsaktion durchzuf\u00fchren &#8211; wobei wir selbstverst\u00e4ndlich diejenigen, bei welchen wir keine Anzeichen f\u00fcr entsprechende T\u00e4tigkeiten finden konnten, freigelassen haben, wenn sie nicht aufgrund ihrer Stellung innerhalb der Linken eine besondere Gefahr darstellen &#8211;<\/p>\n<p>ist es, wie Sie wissen, \u00fcberall im Lande zu Demonstrationen und Unruhen gekommen, die aber unm\u00f6glich allesamt spontan entstanden sein k\u00f6nnen. Das hei\u00dft sogar: wir sind nicht konsequent genug vorgegangen, es laufen immer noch gen\u00fcgende Zersetzer, ob aus Korland oder der USSRAT, drau\u00dfen frei herum und stacheln die Menschen an. Lassen Sie sich bitte davon nicht beeindrucken oder irritieren.<\/p>\n<p>Die Demonstrationen lassen wir teils gew\u00e4hren. Vor dem Regierungsviertel freilich mu\u00dften wir schneller durchgreifen. Ich bitte zu bedenken, da\u00df dort vor einigen Tagen Aufheizer selbst andere Teilnehmer der Demonstration vom Gehen abhielten, nachdem zum Verlassen des Gel\u00e4ndes aufgefordert worden war. Die Sicherheitskr\u00e4fte sind dabei nachsichtig vorgegangen. Verletzte gab es auch auf ihrer Seite. Auch an anderen Orten, wo wie gesagt die Demonstration zu einem gewissen Grade gew\u00e4hrt wird. Wir sind es nicht, die provozieren. Verhaftete Demonstranten werden \u00fcberdies, wenn gegen sie nichts vorliegt, sehr rasch wieder freigelassen.<\/p>\n<p>Im \u00fcbrigen kann ich versichern, da\u00df s\u00e4mtliche Inhaftierte ordentlich und w\u00fcrdig behandelt werden. Wir sind sogar zur Vergr\u00f6\u00dferung der jeweiligen R\u00e4umlichkeiten auf leerstehende Industrie-, Verwaltungs- und Schulgeb\u00e4ude ausgewichen.<\/p>\n<p>Gegen wen etwas vorliegt, der wird sich einem Proze\u00df zu unterziehen haben. Es ist nicht so, da\u00df wir die Verd\u00e4chtigen \u00fcbergeb\u00fchrlich lang in Untersuchungshaft behalten wollen.<\/p>\n<p>W\u00c4hrenddessen hat sich auch die USSRAT selbst eingeschaltet und behauptet, es gebe keine Spionaget\u00e4tigkeiten in Korland.<br \/>\nNun sind bei unseren DUrchsuchungen sehr wohl solche Spitzel aufgegriffen worden!<br \/>\nUnd es stimmt verd\u00e4chtig, da\u00df die USSRAT &#8211; die freilich derartiges abstreiten mu\u00df, macht es sie doch international problematisch &#8211; im gleichen Atemzuge sich dann doch in unsere inneren Angelegenheiten einmischt, indem sie sich \u00fcber die Verfolgung von Sozialisten beklagt, und zudem ihre Grenztruppen verst\u00e4rkt.<\/p>\n<p>WIr sind es nicht, die einen \u00dcbergriff planen!<\/p>\n<p>Merkw\u00fcrdig ist es, da\u00df die USSRAT uns vorwarf, wir w\u00fcrden Streiks unterdr\u00fccken, als noch gar keine durchgef\u00fchrt wurden.<br \/>\nDies ist allerdings jetzt der Fall und auch ist deutlich, da\u00df derartiges auf l\u00e4nger gefa\u00dfte Pl\u00e4ne &#8211; der korischen Linken wie wohl auch einiger Kr\u00e4fte der USSRAT, ich sage ja nicht, da\u00df dort die eine Hand immer wei\u00df, was die andere tut &#8211; zur\u00fcckgeht, acuh solche Pl\u00e4ne, die wir bei Verd\u00e4chtigen gefunden haben.<\/p>\n<p>Es geht den Anheizern der Streiks, die nun ausgerechnet in lebenswichtigen Sektoren wie dem Kohlebergbau ausgebrochen sind, aber nicht um mehr Rechte f\u00fcr Arbeiter, es geht ihnen um Klassenkampf, um ideologische Vereinnahmung. Die Arbeiter sind Mittel zum Zweck, revolution\u00e4res Subjekt sollen sie sein, sind aber nur Objekt, n\u00fctzliche Idioten. Liebe Koren, das mu\u00df begriffen werden! Das alles ist nicht neu.<\/p>\n<p>Und das ist eteas anderes, als wenn ein Vorgesetzter seine Untergebenen unzureichend behandelt und es daher zum Konflikt kommt, f\u00fcr den das j\u00fcngst verabschiedete Wirtschaftsgesetz entsprechende friedliche L\u00f6sungen vorsieht. Dabei ist aber die Autorit\u00e4t der Betriebsf\u00fchrung unbedingt zu wahren! Ansonsten geht alles auseinander, und jeder macht, was er will. Im konkreten Fall des Bergbaustreiks bedeutet das: Ausfall der Heizungen. Und das im Winter. Und dann? Was machen die Menschen dann? Sie gehen aufeinander los. Sp\u00e4testens, wenn subversive T\u00e4tigkeiten auch die Lebensmittelversorgung einschr\u00e4nken. Bewahren Sie Ihre Ruhe, korische Landsleute!<\/p>\n<p>Genau jenes aber wollen die internationalen Kommunisten, das will aber auch das internationale B\u00f6rsenkapital! Um so merkw\u00fcrdiger ist es, da\u00df die USSRAT uns als &#8222;kapitalistisch&#8220; bezeichnet. Und &#8222;imperialistisch&#8220; ist sie selbst am meisten. Sie hat mit der Mobilmachung begonnen.<\/p>\n<p>Und die USSRAT ist es, die im Zuge derselben ganz offen \u00fcber die Grenze hinweg klassenk\u00e4mpferische Propaganda treibt. Zudem sind eine korische Funktion\u00e4re dorthin geflohen. Um es nochmals zu sagen: selbstverst\u00e4ndlich also bestehen die von uns genannten Verbindungen. Mittlerweile kursieren auch Flugzettel aus der USSRAT in Streikgebieten.<\/p>\n<p>Bisher haben wir acuh den Streik nicht beendet. Lediglich haben wir die Streikenden der Betriebsgel\u00e4nde verwiesen, mit behutsamen Mitteln. Die betroffenen Gel\u00e4nde werden jetzt von der Bereitschaftspolizei bewacht. DIe Betriebsf\u00fchrungen sind bestrebt, Pensionisten einzuberufen, um die Arbeitskraft zu ersetzen, was teils auch gelingt.<br \/>\nDer Landmeister allerdings hat jetzt selbst bereits dazu aufgerufen, die Arbeit wieder aufzunehmen.<br \/>\nDie Konsequenzen sind bekannt. Wer fortan offen den Streik unterst\u00fctzt oder f\u00f6rdert, wird inhaftiert. Wir sehen uns dazu gezwungen, um ein Exempel zu statuieren und weitere Streiks zu verhindern. Nach dem verabschiedeten Gesetze sind, eben weil Streiks entzweien und sch\u00e4digen, solche untersagt. Es gibt andere Mittel. Man kann \u00fcber Vieles reden. Unsere Wirtschaft ist nicht die st\u00e4rkste, aber auf diese Weise wird es nicht besser, sondern schlechter werden.<\/p>\n<p>Seit gestern abend gilt allgemein der Ausnahmezustand. ei schwerwiegenden Sabotageaktionen wird eventuell, nur in Einzelf\u00e4llen, das Standrecht gebraucht werden.<br \/>\nDie Grenze zur USSRAT ist geschlossen. Fortan wird niemand mehr dorthin fliehen, und von dort niemand mehr nach Korland kommen vorerst.<\/p>\n<p>Um uns selbst infolge des korischen Aufmarsches und der dann erfolgten Mobilmachung zu sch\u00fctzen, mu\u00dften wir gleichziehen.<\/p>\n<p>\u00dcberdies gilt eine n\u00e4chtliche Ausgangssperre.<\/p>\n<p>Ich fordere nachdr\u00fccklich die Streikenden auf, von ihrem Streik zur\u00fcckzutreten und den Hetzern der USSRAT und der Internationale kein Vertrauen zu schenken.<\/p>\n<p>Die USSRAT hat mittlerweile einige Forderungen an Korland erhoben, darunter die Gew\u00e4hrung des Streikrechts &#8211; dazu sagte ich bereits etwas &#8211; und die Zulassung von Gewerkschaften. Es gibt Gewerkschaften, betriebsinterne. Was die Kommunisten meinen, sind fl\u00e4chendeckende Klassenkampfgewerkschaften, und die haben wir nicht grundlos aufgel\u00f6st.<\/p>\n<p>Besorgt stimmt uns die Andeutung der USSRAT, da\u00df Korlands Unabh\u00e4ngigkeit zur Disposition stehe. Wenngleich im selben Atemzuge das Angebot eines zweij\u00e4hrigen Nichtangriffspakts gemacht wird. Zwei Jahre. Und dann? Diesen Leuten ist nicht zu trauen.<\/p>\n<p>Meine Damen und Herren, korische Landsleute &#8211; die Lage ist ernst. Wirtschaftlich ist sie seit l\u00e4ngerem nicht leicht, nun kommen die inneren Zwiste hinzu sowie \u00e4u\u00dfere Bedrohungen. Ich versichere nochmals: wir handelten im Inneren aufgrund handfester Verdachtsmomente, die sich dann auch best\u00e4tigten. Insofern kamen wir sch\u00e4dlichen Handlungen &#8211; teils &#8211; zuvor; sie geschehen ja dennoch, w\u00e4ren aber ansonsten wohl ungeahnt hereingebrochen und das auch st\u00e4rker. Wrr behandeln die Gefangenen w\u00fcrdig. Wir lassen Unbescholtene frei. Die anderen stellen wir bald vor Gericht, wir sind ein Rechrsstaat. Aber deshalb kann es nicht sein, da\u00df das Recht einer kleinen Gruppe von Zersetzern innen und au\u00dfen gebeugt wird. Daher sind wir gegen ein Streikrecht. Wir sehen ja, worum es eigentlich geht.<br \/>\nWir versichern auch: es sind USSRAT-Spione aufgegriffen worden. DIe USSRAT will dies abstreiten, nimmt aber die Aufdeckung zum Anla\u00df, uns zu drohen. Sie unterst\u00fctzt offen die hiesigen Saboteure und Aufr\u00fchrer.<br \/>\nIch versichere auch: wir gehen gegen Demonstranten r\u00fccksichtsvoll vor. So weit das m\u00f6glich ist.<\/p>\n<p>Ich appelliere: helfen Sie alle mit, da\u00df die Lage im Inneren nicht eskaliere. Wir k\u00f6nnen nicht alles dulden. Sollte sich nun wiederum der Druck von links versch\u00e4rfen, werden wir, um der Ordnung wille, reagieren m\u00fcssen. Wir wollen es nicht so weit kommen lassen. Mit GOttvertrauen stehen wir auch diese Krise durch. Denn darum geht es den Angreifern: sie wollen unserem christlichen Glauben schaden und uns den an den Menschen aufn\u00f6tigen. Sie wollen der Kirche hier bei uns und anderswo schaden. Nicht mit uns: wir werden die gewachsenen Freiheiten, Rechte und Pflichten und die Verk\u00fcndigung des Evangeliums bei uns besch\u00fctzen. Ma\u00dfvoll und behutsam, aber konsequent.<\/p>\n<p>Ich danke Ihnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Meine sehr verehrten Damen und Herren, die Lage ist ernst geworden. 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