{"id":2260,"date":"2009-06-04T23:02:02","date_gmt":"2009-06-04T22:02:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.mn-nachrichten.de\/?p=2260"},"modified":"2009-06-04T23:04:45","modified_gmt":"2009-06-04T22:04:45","slug":"2260","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.mn-nachrichten.de\/?p=2260","title":{"rendered":"[Andro] Lenin \u00fcber die Geschehnisse in Andro"},"content":{"rendered":"<p>Der ber\u00fchmte androsische Marxist und Revolution\u00e4r, Wladimir Iljitsch Uljanow, besser bekannt als Lenin, gab in Santiago de Darusia heute Abend eine Stellungnahme als Mitglied des Zentralkomitees der Kommunistischen Internationale ab, in der er n\u00e4her auf die Entwicklungen in Andro einging. Das Haupt der Bolschewiki sagte folgendes:<\/p>\n<p>&#8222;In Andro hat keine Revolution im wahrsten Sinne des Wortes stattgefunden, wie wir es im Januar und November des Jahres 2007 erlebt hatten, sondern ein einfacher Machtwechsel in der obersten Ebene des b\u00fcrgerlichen Staatsapparates. Wir m\u00fcssen hier besonders aufpassen, dass wir nicht den Begriff \u201eRevolution\u201c verwenden, wie es die b\u00fcrgerliche Presse in Andro tut.<br \/>\nUm eine Revolution durchzuf\u00fchren, m\u00fcsste zun\u00e4chst einmal mindestens der Ansto\u00df von der gro\u00dfen Mehrheit der Bev\u00f6lkerung erfolgen, es m\u00fcssten bestimmte soziale Bewegungen bestehen, die nach der F\u00fchrungsrolle in der Gesellschaft zu greifen versuchen. <\/p>\n<p>Wenn wir diese neue \u201eRevolution\u201c betrachten, dann stellen wir allerdings fest, dass die Bewegung nicht von der Mehrheit der Bev\u00f6lkerung ausgeht, die keinen Einfluss auf die politischen Machtinstrumente im Lande hat, sondern von der Klasse, die bereits an der Macht ist \u2013 der Bourgeoisie. Die Frage ob denn die Bourgeoisie tats\u00e4chlich an der Macht ist, da ja ein Monarch das Oberhaupt des Staates ist und Adlige sich in den F\u00fchrungspositionen des Landes befinden, sollte hier wohl nicht bestehen. Ansonsten m\u00fcssten wir zwangsl\u00e4ufig die b\u00fcrgerliche Revolution unterst\u00fctzen. Seitdem der Kapitalismus vor nun mehr als 150 Jahren seinen Siegeszug durch die ganze Welt begonnen hat, existiert in keinem Teil unseres Planeten mehr eine feudale oder halb-feudale Gesellschaft. Selbst die r\u00fcckst\u00e4ndigsten L\u00e4nder hat der Kapitalismus in Windeseile erfasst und verb\u00fcrgerlicht. <\/p>\n<p>In Andro besteht im konkreten das Problem, dass viele Marxisten nicht erkennen k\u00f6nnen, dass der Adel durch die kapitalistische Produktionsweise entweder verarmt ist oder zwangsl\u00e4ufig sich dem Kapitalismus angepasst hat und somit verb\u00fcrgerlicht wurde. Die Besonderheiten eines Landes, das mit einer gewissen Versp\u00e4tung in den Kapitalismus hineingeraten ist, bestehen gerade darin, dass sich zum einen veraltete politische Systeme, Rechtsgrundlagen, bestehende (im Weltma\u00dfstab veraltete) Produktionsverh\u00e4ltnisse, mit modernen Produktionsmitteln kreuzen, zum anderen darin, dass eben dadurch die Produktionsverh\u00e4ltnisse viel eher zu Fesseln der weiteren Entwicklung der Produktivkr\u00e4fte werden, als in entwickelteren (meinetwegen imperialistischen) L\u00e4ndern. D.h. also, dass der Kapitalismus in den r\u00fcckst\u00e4ndigeren kapitalistischen L\u00e4ndern einen bei weitem engeren Rahmen besitzt, was dazu f\u00fchrt, dass sich diese L\u00e4nder viel eher \u2013 diesen engen Rahmen brechend &#8211; aus dem kapitalistischen Weltsystem losl\u00f6sen k\u00f6nnen. <\/p>\n<p>In der Praxis hei\u00dft das, dass sich der Kapitalismus in Andro nicht nur nicht so weit entwickeln kann wie z.B. in Dreib\u00fcrgen, sondern auch, dass Andros Kapitalismus bereits an seine Entwicklungsgrenzen gesto\u00dfen ist. Dies wird besonders dadurch deutlich, dass dieses Land so instabil ist, dass in einem Jahr mehrere erdersch\u00fctternde soziale Verschiebungen stattfinden k\u00f6nnen. Hier m\u00f6chte ich noch einmal das ereignisreiche Jahr 2007 erw\u00e4hnen. Genau weil sich Andros Kapitalismus eben nicht weiter entwickeln kann, muss die Aufgabe der Arbeiterbewegung die Ergreifung der politischen Macht durch die sozialistische Revolution sein. Auch im Parteiprogramm der KPdSU(B) hatten wir das klargestellt. In dieser Frage vertreten wir auch konsequent die Theorie der \u201eRevolution in Permanenz\u201c, die lange Zeit vor der sozialistischen Revolution in Darusien, von der PCD aufgestellt wurde. Die kommende (wirkliche) Revolution in Andro kann nur einen sozialistischen Charakter tragen.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der ber\u00fchmte androsische Marxist und Revolution\u00e4rWladimir Iljitsch Uljanow, besser bekannt als Lenin, gab in Santiago der Darusia heute Abend eine Stellungnahme als Mitglied des Zentralkomitees der Kommunistischen Internationale ab, in der er n\u00e4her auf die Entwicklungen in Andro einging. 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