MN-Nachrichten

Nachrichten aus der Mikronationalen Welt

  • Meta

  • Kategorien

  • Nachrichten-Kalender

    Oktober 2017
    M D M D F S S
    « Sep    
     1
    2345678
    9101112131415
    16171819202122
    23242526272829
    3031  
  • Abonnieren

Archiv für die 'Livornien' Kategorie

[Livornien] Starke Verluste für Rot und Schwarz

Erstellt von Livornische Nachrichtenagentur am 10. Mai 2017

Sowohl die Arbeiterpartei, als auch die Christdemokraten mussten bei den Unterhauswahlen vom 9. Mai herbe Verluste einstecken. Gewinner sind die Föderalisten und sedinische Nationalisten.

cbs. Nach diesen Wahlen steht dem Königreich eine interessante Regierungsbildung bevor. 15 Parteien sind im neugewählten Unterhaus vertreten, neun von ihnen neu. Erstmals oder erstmals wieder ziehen in Schloss Philippsburg die Freiheitlichen, die Alternative für Livornien, die Sedinische Nationalpartei, die Libertären, die niederlivornischen Nationalisten von der PRP, die Zentrumsdemokraten, die Tierschutzpartei und die Linkspopulisten von „À GAUCHE!“ ein.

Die Christdemokraten und die Arbeiterpartei haben nahezu identische Verluste erlitten, was für die CDL jedoch besonders bitter ist, da sie mit vier Abgeordneten ihren Fraktionsstatus verliert. Föderalisten, Linksliberale und die neue Sedinische Nationalpartei sind die großen Gewinner des Urnengangs. Entsprechende Katerstimmung herrschte in der langen Wahlnacht im Palais Callixt, dem altburger Stadtsitz der Herzöge von Born, wo die Christdemokraten ihren Wahlerfolg feiern wollten und keine rechte Freude aufkommen wollte, nachdem sie einen so herben Dämpfer zu erleiden hatten.

Die Gewinne und Verluste im Einzelnen: FPL 1 (+1), AFL 2 (+2), LVP 0 (-2), SWF 0 (-1), CDL 4 (-8), DLL 6 (+3), FLM 11 (+3), SNP 6 (+6), LPL 2 (+2), LBA 7 (+0), ZPL 1 (+1), PPR 3 (+3), DPK 3 (-4), APL 19 (-7), TBA 1 (+1), REP 2 (-1), GAU 2 (+2). Das Unterhaus besteht aus 70 Abgeordneten. Die absolute Mehrheit für eine Regierungsmajorität beträgt 36 Sitze.

Was die Neulinge in der Archipelischen Politik wollen, ist noch relativ unklar. Libertäre, Freiheitliche, Tierschützer, SNP, PRP, À GAUCHE und Alternative für Livornien haben es im Wahlkampf versäumt, aufzuzeigen, worin ihre gewünschte Marschrichung und angebotene Alternative besteht. Die kommenden Jahre werden zeigen müssen, wie sie sich im parlamentarischen Alltag geben werden. Eines steht fest: Dem Königreich stehen spannende Tage bevor!​

Abgelegt unter Livornien | Kommentare deaktiviert für [Livornien] Starke Verluste für Rot und Schwarz

[Livornien] Philipp V löst Unterhaus auf

Erstellt von Livornische Nachrichtenagentur am 24. April 2017

N.A.Z./lna. Es kommt zu Neuwahlen. Am 20. Mai löste Seine Majestät König Philipp V per Dekret das Unterhaus auf und wies die Constabulatur an, Neuwahlen auszurichten. Der Auflösung des Hauses vorangegangen war eine monatelange Posse, die in der Implosion der Soziallberalen Koalition endete.

cbs. Am Abend des 20. Mai kündete der Hof eine Pressekonferenz an. Zahlreiche Pressevertreter versammelten sich im Salon Duchesse Amalie in Schloss Cutois und warteten gespannt, was der Privatsekretär seiner Majestät Ritter Alfons den Medien zu sagen habe. Die Reisepläne Seiner Majestät für das Frühjahr? Oder gar der Verbleib des Kronprinzen, den inzwischen nicht wenige für verschollen halten? Nein, an diesem Abend war es dicke Post, die Chevalier Alfons aus seiner dunkelblauen Mappe zog. Der König löst das Unterhaus auf. Die Koalition ist am Ende. Eine politische Bombe schlug in Altburg ein. Dieser Schritt Seiner Majestät erfolgte, so der Privatsekretär, „aufgrund reflektierter und besonnener Analyse der gegenwärtigen politischen Lage.“ König Philipp V sah seine Regierung wie ein Scherbenhaufen darniederliegen und musste schliesslich handeln. „Vor dem Hintergrund des Ausscheidens der Liberalen Partei beider Archipele aus der Regierungskoalition und des damit verbundenen Verlustes der parlamentarischen Mehrheit hat der Premierminister Seiner Majestät in einer Privataudienz bei Seiner Majestät die gegenwärtige Situation sowie die möglichen Handlungsoptionen diskutiert. In einer einvernehmlichen Entscheidung gemeinsam mit Premierminister Dr. Bergmann ist Seine Majestät zum Schluss gekommen, das Unterhaus aufzulösen“ so Privatsekretär Ritter Alfons.

Wie konnte es dazu kommen? Noch im Dezember vergangenen Jahres schien Premierminister Pomery fest im Sattel zu sitzen. Dann folgte im Zuge der Dezemberkrise eine schlechte Nachricht nach der anderen. Pomerys Glaubwürdigeit sank ins Bodenlose. Die Dezemberkrise erweiterte sich auf eine Januarkrise und war auch im Februar noch nicht ausgesessen. Pomery war in der Spätphase seiner Amtszeit zur lahmen Ente mutiert und sass tatenlos und lethargisch im Palais Amaliensee. Er selbst konnte das nicht sehen, doch selbst seine einstigen Parteifreunde wandten sich von ihm ab. Auch heftige Kritik im Unterhaus konnte ihn nicht zu Rücktritt bewegen. Kritische Minister wie Bergmann entliess er, um sie mundtot zu machen. Zuletzt mussten die Minister die Notbremse ziehen: Sie entzogen ihrem eigenen Premierminister das Vertrauen und baten Seine Majestät, ihn zu entfernen. Nachfolger Pomerys wurde der Anführer seiner Kritiker: Peter Bergmann. Doch diesem ist es in der Folge nicht gelungen, die Koalitionspartner DPK und LBA bei der Stange zu halten, die Pomery damals ins Boot geholt hatte. Die Koalition scheiterte letztlich an der Heterogenität ihrer politischen Pragmatik: Arbeiterpartei, Links- und Rechtsliberale waren sich inhaltlich einfach zu wenig nah. In der Woche nach Ostern zerbrach die Koalition schliesslich – viele hatten ihr ein kürzeres Leben vorausgesagt. LBA Fraktionschef Ritter Alexander verkündete den Rücktritt der Liberalen Minister und den Rückzug seiner Partei aus der Koalition. Mit dem Ausstieg der LBA verlor Bergmann seine parlamentarische Mehrheit. Er bat Seine Majestät, das Haus aufzulösen.

Für die Übergangszeit bis nach den Wahlen ersetzte der geschickte Taktiker Bergmann sämtliche Minister der LBA vorsorglich mit eigenen Leuten aus der Arbeiterpartei – wohl wissend, daß der Koalitionsvertrag mit seiner fein austarierten anteilmäßigen Vergabe der Kabinettsposten nunmehr Makulatur war und auf die in der Koalition verbliebene DPK nun keine Rücksicht mehr genommen werden musste. Nachfolger von Finanzminister Ritter Alex wurde der Lienzer Bürgermeister Daniel Tanner, nunmehr nicht mehr im Range eines Superintendanten der Finanzen, sondern lediglich eines Schatzmeisters. Auch für diese Feinheiten hat Bergmann ein Gespür: Es wäre vermessen, einem Übergangsminister ohne faktisches parlamentarisches Mandat einen derart hochgestellten Titel zu geben, bevor er unter Umständen gleich nach den Wahlen wieder seinen Sessel räumen muss. Auch der erfahrene Staatsmann und Stahlmagnat Ritter Ferdinand muss im Zuge des Ausscheidens der LBA aus der Verantwortung seinen Hut nehmen. Nachfolger im wichtigen Handelsministerium wird die Vorsitzende der Arbeiterpartei Garùpanos Carla Deladin. Die aufstrebende Jungpolitikerin Deladin übernimmt auch das Landwirtschaftsressort von der niederlivornischen Statthalterin Amalie de Martinez (LBA). Das Infrastrukturressort wandert von Chevalier Ferdinand zu Kanzler Marcel Provost, der erst seit Kurzem in der Regierung ist. Das Goldküstenministerium wird zu Verteidigungsminister Bonaventura hinübergeschoben – ein indirektes Eingeständnis des Scheiterns dieses Ressorts, das es wohl in der nächsten Regierung nicht mehr geben wird. Im Zuge einer wenig beachteten Regierungsumbildung im Schatten der Parlamentsauflösung gesteht der Premierminister ein, daß die Befriedung der Côte Sache des Militärs und nicht der Diplomatie ist.

Mit Spannung wird nun der Wahlkampf, die Positionierung der Parteien und die anschliessende Wahl erwartet. Rund 20 Parteien und Gruppierungen haben Ambitionen auf einen oder mehrere der 70 Sitze im Unterhaus. In den kleineren Wahlkreisen werden manche von ihnen an der natürlichen Sperrklausel scheitern, die in der geringen Zahl der zu vergebenden Sitze begründet ist. In großen Wahlkreisen wie Altburg wird es auch der eine oder andere Exot nach Schloss Philippsburg schaffen. Peter Bergmann wird auch im Falle eines Wahlerfolges seiner Arbeiterpartei wohl kaum Premierminister bleiben. Ob es an seiner Stelle Oppositionsführer Graf August wird, ist noch völlig offen. Zum jetzigen Zeitpunkt lässt sich noch überhaupt nicht vorhersagen, welche Koalitionsoptionen im neuen Haus zur Verfügung stehen werden. Gut möglich haben wir bald einen Premierminister, dessen Namen bis jetzt noch niemand gehört hat. In solch unsicheren und fluiden Zeiten wie diesen ist alles denkbar.

Abgelegt unter Livornien | Kommentare deaktiviert für [Livornien] Philipp V löst Unterhaus auf

[Livornien] Gusanzer Spargelfest eröffnet

Erstellt von Livornische Nachrichtenagentur am 9. April 2017

Bürgermeister Coudrille hat am frühen Nachmittag des 9. April das 221. Gusanzer Spargelfest mit einer warmen und humorvollen Festrede eröffnet. Zuvor wurde das südlich des Stadtkernes von Gusançons gelegene Landgut Tranouille durch die Mairie zum Ausrichtungsort des diesjährigen Spargelfestes bestimmt. Neun Höfe hatten sich im Vorfeld um diese Ehre beworben. Die Höhepunkte des diesjährigen Spargelfestes sind die Ausstellung ihrer Produkte durch Gemüsehändler aus allen Ecken des Bezirkes, ein Spargel-Dîner unter freiem Himmel, eine Kinder-Hüpfburg, ein Auftritt des Chores der Evangelischen Pfadfinder Vidon und die mit besonderer Spannung erwartete Wahl der Spargelkönigin 2017. Reporter des Gusanzer Wochenblattes und von Télé Vidon haben das Spargelfest besucht und Impressionen eines einmaligen und fröhlichen Festaktes für ihre Leser und Zuschauer festgehalten. Das nächste Spargelfest findet am 1. Sonntag im April 2018 statt.

Abgelegt unter Livornien | Kommentare deaktiviert für [Livornien] Gusanzer Spargelfest eröffnet

[Livornien] Gylfi Gunnarson wird Pokerweltmeister

Erstellt von Livornische Nachrichtenagentur am 20. Juni 2016

Ahomana Kulimoetoke, der Gouverneur en remplacent von St. Etienne, übergab dem Sieger Gylfi Gunnarson feierlich den Bankwechsel über 10’000’000 Gulden Preisgeld.

St. Etienne. Vom 9. – 19. Juni 2016 wurde im tropischen St. Etienne die inoffizielle Weltmeisterschaft im Poker ausgetragen. Das gesamte Turnier wurde im Rundfunk übertragen und live von den erfahrenen Kommentatoren Kape Gaplan und AK Banza kommentiert. Der Wettkampf war ein offenes Turnier, zu dem sich ohne Qualifikation jeder anmelden konnte, der 20’000 archipelische Gulden Startgeld erübrigen konnte. Jeder Teilnehmer erhielt zu Beginn 20’000 Chips. Insgesamt 3785 Spieler haben sich im Speisesaal des Grand Hotel Bailet in Port au Prince miteinander gemessen. Unter ihnen Profis, Amateure, Lokalprominenz und Internetspieler. Prominentester Amateur war Adil Asogo, Mittelstürmer beim KFV Altburg. Asogo schied an Tag 1 C aus. Bedeutendster Vertreter der Lokalprominenz war der st. etiennitische Regierungschef Pierre Fusel, der mit Platz 38 erstaunlich weit kam und 400’000 Gulden gewann.

Von ursprünglich 3785 Teilnehmern, die an den Tagen 1 A, B, C und D in vier Divisionen gestaffelt antraten, überstanden 1558 Spieler die erste Runde. 324 von 821 Spielern überstanden Tag 2B und und traten mit den 291 verbliebenen Spielern von Tag 2A gemeinsam zur dritten Runde an. Von 615 Spielern haben nur 252 den dritten Turniertag überstanden. Von den 252 Teilnehmern des vierten Turniertages starteten lediglich 98 in den fünften Tag. Für Tag sechs qualifizierten sich 36 verbleibende Spieler. Die zehn besten erreichten schliesslich den Finaltag.

Gestern Sonntag (19. Juni 2016) nun nahmen die letzten zehn verbliebenen Teilnehmer am Final Table platz. Gegen Abend verblieben noch deren zwei, nachdem die Übrigen nach und nach ausgeschieden sind. Im Heads-up standen sich Gylfi Gunnarson, der junge Spieler aus Eldeyja und Eddy Androvitsch, der gefürchtete Profi androischer Herkunft, gegenüber. Gunnarson, der auf Platz 8 spielende ehemalige Chipleader von Tag 4, war mit 10‘400‘000 Chips in den Tag gestartet. Androvitsch, der mit 5‘200‘000 Chips den Finaltag antrat, wurde Platz eins zugelost. In einem harten Kampf konnte sich Gunnarson gegen Androvitsch  durchsetzen. In der alles entscheidenden Hand floppte Gunnarson mit 87s auf einem 569-Flop die Strasse, spielte slow und liess Androvitsch ins Messer laufen.

Den mit 6’000’000 Gulden dotierten dritten Platz erreichte James Largeree. Er brachte 4’700’000 Chips mit zum letzten Tag und nahm auf Seat 3 Platz. Ensan Debus begann den Tag mit 3’400’000 Chips und erhielt Sitz 4 zugelost. Er schied auf dem 4. Platz aus und nahm ein Preisgeld  von 5’000’000 Gulden mit nach Hause. Fünfter wurde der Chipleader von Tag 5 Adam Clyne (Seat 6). Er stapelte zu Beginn der Schlussrunde 8‘600‘000 Chips vor sich. Howard Gerberer (11‘300‘000 Chips,  Seat 10) erreichte Platz 6 und gewann 3’000’000 Gulden. Costel Chiriches war mit 19‘000‘000 als Chipleader in den Tag gestartet. Der auf Platz 5 geloste Spieler wurde siebter und erhielt 2’500’000 Gulden. Maver River (7‘500‘000 Chips, Seat 9) beendete das Turnier auf Platz 8 und gewann 2’000’000 Gulden. Auf Platz 9 kam Shankar Garham (2‘100‘000 Chips, Seat 7) mit 1’500’000 Gulden Preisgeld. Platz 10 erspielte sich der Amateur Fridolin Friedmann (3‘500‘000, Seat 2), der 1’000’000 Gulden erhielt.

Abgelegt unter Livornien | Kommentare deaktiviert für [Livornien] Gylfi Gunnarson wird Pokerweltmeister

[Livornien] Königreich Ceymur wählt Abgeordnetenhaus

Erstellt von Livornische Nachrichtenagentur am 8. Juni 2015

lna. Die Bürger des Königreiches Ceymur haben am 7. Juni 2015 das Abgeordnetenhaus neu gewählt. Aufgrund der geringen Bevölkerungszahl des Kleinstaates ist das Parlament des Königreiches mit 21 Mitgliedern vergleichsweise klein. Gewählt wurde in vier Wahlkreisen, in denen zwischen 7 und 3 Sitze zu vergeben waren. Nach Bekanntgabe der Resultate konnten 20 von 21 Mandate vergeben werden. Die Bürgerpartei Ceymurs (BPC) kommt nur noch auf 7 Sitze (-2). Große Gewinnerin ist die Fortschrittspartei Ceymurs (FPC), die 10 Mandate erhält (+1). Nach den Bestimmungen des im Wahlgesetz niedergelegten Verhältniswahlrechts stünden der FPC sogar 11 Sitze zu, womit die Partei die absolute Mehrheit der Abgeordneten erreicht hätte. Da die FPC aber im Wahlkreis Unterland einen Kandidaten weniger auf der Liste hatte, als ihr Sitze zustünden, kommt es zu einer Nachwahl. Gelingt es der FPC in der Nachwahl, den Sitz zu erhalten, kann sie ihre absolute Mehrheit verteidigen. Bleibt es hingegen bei ihren 10 Sitzen, muss sie sich im Abgeordnetenhaus Partner suchen. Dafür bieten sich zwei neu im Parlament vertretene kleinere Gruppierungen an: Die erstmals angetretene Bewegung Soziales Forum (SF) konnte im Wahlkreis der Hauptstadt Viona auf Anhieb ein Mandat erobern (+1). Im Wahlkreis Westceymur ist der vermögende Versicherungskaufmann Rudolf Breitmann mit seiner Liste Zukunft (LZ) angetreten und konnte zwei Sitze erlangen (+ 2). Möglich wäre auch eine große Koalition aus FPC und BPC. Wie sich SF und LZ im politischen Spektrum des Königreiches positionieren werden, bleibt indes abzuwarten.

Abgelegt unter Livornien | Keine Kommentare »

[Livornien] Antoine Pomery (APL) bildet Kabinett

Erstellt von Livornische Nachrichtenagentur am 21. April 2015

APL/LBA/DPK stellen neue Regierung

Am 20. April 2015 wurden die Minister der Regierung Pomery (APL) feierlich in Schloss Cutois vereidigt. König Philipp V übergab neun Ministern und zwei Ministerinnen die Ernennungsurkunde und ernannte Antoine Pomery zu Seinem Premierminister.

Nachdem am 26. August 2014 vorzeitig das Unterhaus neu gewählt wurde, strafte das Wahlvolk die bisher regierenden Christdemokraten, Liberalen und Föderalisten ab und bescherte der Arbeiterpartei einen Erdrutschsieg. Die Neuwahlen wurden notwendig, nachdem die Liberalen im Streit um die außenpolitische Ausrichtung die Koalition verlassen und das Kabinett Stuck II gestürzt hatten. Nach Konsultationen mit dem geschäftsführenden Premierminister August Stuck, dem Vorsitzenden des Oberhauses, Konstantin von Haltberg, und der Präsidentin des Unterhauses, Julia Moumont, beauftragte Seine Majestät den niederlivornischen Winzer, Anwalt und APL-Abgeordneten Antoine Pomery mit der Bildung einer Regierung.

Nach erfolgreichen Sondierungsgesprächen gelang es Pomery in langen Verhandlungen, eine Koalition aus seiner Arbeiterpartei (APL), der Liberalen Partei (LBA) und der sozialliberalen Demokratischen Partei (DPK) zu schmieden. Die von manchen Beobachtern erwartete Koalition aus Christdemokraten, Föderalisten, Liberalen und Demokraten kam nicht zustande. Pomery schlug Philipp V fünf Minister seiner Partei – sich selbst eingeschlossen – und je drei aus den Koalitionspartnern vor. Der Koalitionsvertrag der drei Parteien umfasst 20 Paragraphen und verspricht weitgehende Änderungen in der Außen-, Wohlfahrts- und Bildungspolitik. Obwohl der Vertrag einen ausgeglichene Staatshaushalt festschreibt, sind in jedem Politikbereich Mehrausgaben vorgesehen.

Das Außenministerium wird von Antoine Pomery selbst geführt, während Philosophieprofessor Jakob Meier, der Vorsitzende der Demokratischen Partei, das Innen- und das Postministerium erhielt und Vizepremierminister wurde. Der Arzt und Rektor der Universität Altburg Prof. Alexander Bonn, der auch die Liberale Fraktion im Unterhaus führt, wurde zum Finanzminister ernannt. Das Verteidigungsministerium und das Unterhausressort erhielt der aufstrebende Anwalt Helmut Schmidke, der dem zentristisch ausgerichteten Flügel der Arbeiterpartei unter der Führung Pomerys zugerechnet wird. Der ebenfalls Pomery nahestehende Statthalter von Altburg, Peter Bergmann, wurde Gesundheits- und Wohlfahrtsminister, Oberhausminister und Kanzler. Franz Schmidt (APL), Gewerkschaftsfunktionär und Sprachrohr des linken Parteiflügels wurde als Constabler mit dem Justizbereich betraut. Bildungsminister wurde der beim Regierungsrundfunk tätige TV-Journalist Sven Dorsen (DPK). Karl Weißkopf (DPK), der Königliche Intendant des Herzogtums Born, wurde Arbeits- und Familienminister. Der Stahlproduzent Ferdinand Laplace (LBA) ist der neue Minister für Handel- und Schiffahrt sowie Infrastrukturminister des Königreiches. Die niederlivornische Statthalterin Amalie de Martinez (LBA) erhielt das Landwirtschaftsministerium und die Zuständigkeit für die Angelegenheiten der Goldküste. Die neu gewählte Präsidentin des Unterhauses, Johanna Anker (APL), wurde als Ministerin ohne Geschäftsbereich in das Kabinett aufgenommen.

Abgelegt unter Livornien | Keine Kommentare »

Livornische Wähler setzen auf die Arbeiterpartei

Erstellt von Livornische Nachrichtenagentur am 15. September 2014

Stimmzettel ausgezählt – klarer Sieg für APL – Verluste für CDL

 

Wahlresultat KBA Unterhauswahl 2014

Wahlresultat KBA Unterhauswahl 2014

 

Legende KBA Unterhauswahl 2014

Legende KBA Unterhauswahl 2014

lna. Am 26. August 2014 hat das Königreich beider Archipele ein neues Unterhaus gewählt. Nach längerer Zeit des Auszählens gab das Königliche Wahlamt am Nachmittag des 13. Septembers die Ergebnisse der livornischen Parlamentswahl bekannt. Die Wahl des Unterhauses war nötig geworden, da die Liberale Partei aus der Regierungskoalition ausgeschieden war und dem Kabinett Stuck II das Misstrauen aussprach, welches dadurch seine parlamentarische Mehrheit verlor. Auf Rat von Premierminister Stuck löste König Philpp V am 28. Juli das Unterhaus auf und ließ Neuwahlen ausschreiben.

Die Ergebnisse führen zu deutlichen Veränderungen im Machtgefüge. Die Regierungsparteien haben Sitze verloren, die größte Oppositionspartei APL hat sich merklich gesteigert. Die Arbeiterpartei der Livornier (APL) ist mit deutlichen Sitzgewinnen eindeutige Wahlsiegerin. Die Arbeiterpartei stellt im neuen Unterhaus 26 Abgeordnete, was einem Zuwachs von neun Sitzen entspricht.

Die drei Parteien, die vor dem Zusammenbruch der Koalition zuletzt in der Regierung vertreten waren, mussten demgegenüber allesamt Verluste hinnehmen. Die Christdemokratische Partei Livorniens (CDL), die mit August Stuck den bisherigen Regierungschef stellt, aber mit August Oldengart einen neuen Spitzenkandidaten präsentierte, verlor zwei Sitze in Altburg und entsendet nunmehr noch 12 Abgeordnete ins Unterhaus. Die konservativ-föderalistische Freie Union in Livornien und Melba (FLM) erreichte 9 Sitze (-2). Die Liberale Partei beider Archipele (LBA), deren Ausscheiden aus der Koalition mit CDL und FLM zur Neuwahl des Unterhauses geführt hatte, verzeichnete deutliche Verluste und muss sich neu mit sieben Sitzen begrügen (-5).

Bei den übrigen Parteien brachten die Wahlen nur geringfügige Kräfteverschiebungen. Die sozialliberale Demokratische Partei im Königreich beider Archipele (DPK) errang sieben Sitze (+1). Die Demokratische Liga Livorniens (DLL), welche die Agrarlobby vertritt, konnte ihre Deputation verdreifachen und ist neu mit drei Sitzen (+2) im Unterhaus präsent. Die Sozialistische Partei beider Archipele (SPA) kam auf drei Sitze (-1). Unverändert mit zwei Mandataren vertreten ist die konservative Livornische Volkspartei (LVP). Neu ins Parlament gewählt wurde ein Vertreter der Liste „Sicherheit, Wohlstand, Fortschritt“, auf der Vertreter der Gendarmeriegewerkschaft kandidiert haben.

Aus dem Unterhaus geflogen sind die Freiheitliche Partei Livorniens (FPL), die Rentnerpartei beider Archipele (RPA) und der Alternative Block der Archipele Altburg (AAA), die bisher mit je einem Mandat vertreten waren.

 

Koalitionsoptionen KBA Unterhauswahl 2014

Koalitionsoptionen KBA Unterhauswahl 2014

„Betrachtet man die möglichen Koalitionen und lässt dabei rechnerisch mögliche, aber politisch utopische Konstellationen wie ein Bündnis von Arbeiterpartei und Christdemokratie aussen vor,“ schreibt die Neue Altburger Zeitung in ihrer Ausgabe vom 15. September 2014, „kommen vorwiegend zwei Optionen in Betracht. Die bisherige bürgerliche Koalition könnte die DPK mit ins Boot holen und sich so weiterhin die absolute Mehrheit sichern. Nach diesem Wählervotum wird sicher aber auch die Arbeiterpartei Regierungsambitionen anmelden. In einem liberal-sozialen Bündnis von APL, DPK und LBA könnte die Arbeiterpartei ihre progressiven außenpolitischen Vorstellungen mit einer deutlichen Majorität im Unterhaus umsetzen. Die relativ kleine Demokratische Partei erweist sich nach diesem Wahlentscheid sozusagen als Zünglein an der Waage. Es bleibt indes abzuwarten, wen Seine Majestät mit der Regierungsbildung beauftragen wird.“

Abgelegt unter Livornien | Keine Kommentare »